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Denkmuster | Veränderung | verzerrtes Denken | dysfunktionale Gedanken | Gedanken | Gefühle | Haus Mohmühle | Ergotherapie | Heilerziehungspflege | Psychiatrisches Wohnheim | Heiminterne Tagesstruktur | Wiedereingliederung

Verzerrtes Denken – Gedanken bestimmen Gefühle

Im letzten Beitrag wurden die Begriffe Filtern, polarisiertes Denken, übertriebene Verallgemeinerung und Gedankenlesen näher erläutert. In diesem Blogbeitrag werden weitere vier Begriffe, die ein verzerrtes Denken beleuchten, beschrieben – Katastrophisieren, Aufbauschen, Persönlichnehmen und Sollen.

Katastrophisieren: Wenn Sie zum Herbeireden von Katastrophen neigen, bedeutet fürSie ein kleines Leck in einem Segelboot, dass das Boot mit Sicherheit sinken wird. Ein zum Katastrophisieren neigender Unternehmer, dessen Angebot unterboten wird, gelangt daraufhin zu der Überzeugung, dass er nie mehr einen Auftrag bekommen wird. Kopfschmerzen sehen solche Menschen gleich als Hinweis auf einen Gehirntumor an. Katastrophisierendes Denken beginnt oft mit Formulierungen wie: „Was wäre, wenn …“.

Aufbauschen: Wenn Sie zum Aufbauschen neigen, geben Sie Dingen eine größere Bedeutung als ihnen tatsächlich zukommt. Kleine Fehler werden so für Sie zu tragischen Missgeschicken, vage Andeutungn zu vernichtender Kritik, leicht Rückenschmerzen zu einem Bandscheibenvorfall, geringfügige Rückschläge zur Ursache für Verzweiflung, kleine Hindernisse zu unüberwindlichen Barrieren. Die Rückseite des Aufbauschens ist das Herunterspielen. Wenn Sie aufbauschen, sehen Sie alles Negative und Schwierige in ihrem Leben durhc ein Vergrößerungsglas, sodass Ihre Probleme größer erscheinen als sie tatsächlich sind.. Wenn es hingegen um Ihre Aktivposten geht, beispielsweise um Ihre Fähigkeit, mit problemen fertigzuwerden udn Lösungen zu finden, schauen Sie durch ein Teleskop, das alles Positive kleiner erschienen lässt als es tatsächlich ist.

Persönlichnehmen: Es gibt zwei arten des Persönlichnehmens. Bei der ersten vergleichen Sie sich direkt mit anderen Menschen. Die ander Art , etwas persönlich zu nehmen, ist die Tendenz, alles, was in Ihrer Umgebung geschieht, auf sich zu beziehen.

Sollen: Ihr Handeln ist von einer Anzahl unflexibler Regeln darüber bestimmt, wie Sie sebst und andere Menschen handeln sollten. Diese Regeln sind in Ihren Augen richtig und unstrittig. Jedes Abweichen von den Werten oder Anforderungen, die Sie definiert haben, ist schlecht. Aufrund dessen urteilen Sie häufig über andere und haben ständig etwas an ihrem Verhalten auszusetzen. Ihre Sollte-Forderungen sind für Sie selbst ebenso hart wie für andere Menschen. Sie fühlen sich gezwungen, auf eine bestimmte Weise zu sein oder zu handeln, fragen sich aber nicht unvoreingenommen, ob das wirklich einen Sinn hat. Die Psychoanalytikerin Karen Horney hat dies als „Tyrranei des Sollens“ bezeichnet.

Wenn Sie nun feststellen, dass eines oder mehrere dieser Muster auf Sie zutreffen und Ihre Gedanken und Stimmung beeinflussen, müssen Sie sich nicht damit abfinden. Es gibt Gegenstrategien, alternative Reaktionsmöglichkeiten auf diese acht Begriffe, die ein verzerrtes Denken erklären. Diese werden im nächsten Blogbeitrag erläutert.

Quelle: PSYCHOLOGIE HEUTE Compact, 2010 Heft 24. Auszug aus Gedanken und Gefühle – ein Arbeitsbuch. Wie Sie auf Ihre Stimmung einwirken können. matthew McKay, Martha Davis und Patrick Fanning (Junfermann, Paderborn 2009).

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Dysfunktionale Gedanken – Gedanken bestimmen Gefühle

Dysfunktionale Gedanken können zu einer negativen Bewertung führen und diese zu weiteren negativen Gefühlen. Ein paar typische dysfunktionale Gedanken werden im nächsten Absatz aufgezählt und kurz beschrieben.

Filtern, polarisiertes Denken, übertriebene Verallgemeinerung, Gedankenlesen, Katastrophisieren, Aufbauschen, Persönlichnehmen, Sollen – nur ein paar Beispiele für dysfunktionale Gedanken. Was bedeuten diese Worte? Die ersten vier Begriffe werden in diesem Blog kurz erklärt.

Filtern: Typisch dafür ist eine Art Tunnelblick. Sie sehen nur ein Element einer Situation und blenden alle anderen aus. Lob wird zum Beispiel ausgefiltert und sich ausschließlich auf die Kritik konzentriert.

Polarisiertes Denken: Sie beharren auf Entweder-oder-Entscheidungen, weil Sie alles in Extremform wahrnehmen und kaum Zwischenwerte zulassen. Weil Sie extreme Deutungen bevorzugen, sind auch Ihre emotionalen Reaktionen extrem und fluktuieren zwischen Verzweiflung und Begeisterung, zwischen Ekstase und Entsetzen. Die größte Gefahr dabei ist die Wirkung auf Ihre Selbstbeurteilung. Beispielsweise glauben Sie, dass Sie ein Versager oder ein Idiot sein müssen, wenn Sie nicht perfekt oder großartig sind. Für Fehler oder Mittelmäßigkeit bleibt kein Raum.

Übertriebene Verallgemeinerung: Aus einem einzigen Vorfall oder einem einzigen Beweisstück ziehen Sie umfassende, stark verallgemeinernde Schlussfolgerungen. Menschen, die zu übertriebenen Verallgemeinerungen neigen, ignorieren alle Beweise für das Gegenteil der vertretenen Auffassung, wodurch ihre Sicht der Welt stereotyp und eindimensional wird.

Gedankenlesen: Beim Gedankenlesen fällen Sie vorschnelle Urteile über andere menschen.Sie nehmen an, Sie wüssten, was sie empfinden und was sie motiviert. Gedankenlesen lässte ien Schlussfolgerung als so plausibel erscheinen, dass Sie sie für bare Münze nehmen, dementsprechend handeln und dann in Schwierigkeiten geraten. Wenn Sie zum Gedankenlesen neigen, entwickeln Sie auch Annhamen darüber, wie andere Menschen auf Sie reagieren. Diese Annahmen basieren auf Intuitionen, Ahnungen, vagen Befürchtungen oder bestimmten früheren Erlebnissen.

Im nächsten Blogbeitrag werden die nächsten vier Begriffe erklärt.

Quelle: PSYCHOLOGIE HEUTE Compact 2010 Heft 24. Gedanken und Gefühle – ein Arbeitsbuch. Wie Sie auf Ihre Stimmung einwirken können von Matthew McKay, Martha Davis und Patrick Fanning (Jungfermann, Paderbron 2009).

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Gedanken bestimmen Gefühle – Teil 2

Bei schmerzhaften Gefühlen kann eine nagative Feedbackschleife entstehen, in der ein unangenehmes Gefühl selbst zum „Ereignis“ wird, zum Auslöser weiterer Gedanken, die ihrerseits neue schmerzhafte Gefühle erzeugen; diese können zu einem größeren Ereignis werden, das weitere negative Gefühle hervorruft und so weiter.

Sie produzieren ständig Beschreibungen der Welt und versehen jedes Ereignis oder Erlebnis mit einem Stelmpel oder Etikett. Sie entwickeln unablässig Deutungen all dessen, was Sie sehen, hören, berühren und fühlen. Sie beurteilen Ereignisse als gut oder schlecht, angenehm oder schmerzhaft, harmlos oder gefährlich. Dieser Prozess färbt alle Ihre Erlebnisse und verknüoft sie mit Ihren persönlichen Deutungen. Diese Stelmpel und Urteile entstehen aus dem Selbstgespräch, das unablässig in Ihnen stattfindet, einem wahren Gedankenwasserfall, der im Hintergrund Ihres Geistes ständig herabstürzt. Diese Gedanken werden andauernd produziert und nur selten bemerkt, doch sie sind so mächtig, dass sie intensivste Emotionen erzeugen. Dieser innere Dialog wurde von Aaron T. Beck als „automatische Gedanken“ bezeichnet. Dieser Begriff beschreibt wie Betroffene diese Gedanken erleben. „Sie nehmen sie wie Reflexe wahr – denen keine reflexion und kein Nachdenken vorausgeht; und sie erscheinen ihnen als plausibel und zutreffend.“

Automatische Gedanken werden erlernt. Seit ihrer Kindheit haben andere Menschen Ihnen gesagt, was Sie denken sollten. Sie sind von Ihrer Familie,, Ihren Freunden und den Medien dazu konditioniert worden, Ereignisse auf eine bestimmte Weise zu sehen. Im Laufe der Jahre haben Sie Gewohnheitsmuster automatischer Gednaken erlernt und eingeübt, die nur schwer zu entdecken und erst recht schwer zu verändern sind. Das ist die schlecht Nachricht; die gute lautet, dass das, was erlernt worden ist, auch wieder verlernt und verändert werden kann. Hören Sie Ihrem inneren Dialog zu und hören Sie sich an, was Sie zu sich selbst sagen. Der größte Teil Ihres inneren Dialoges ist harmlos.

Die automatischen Gedanken, die Schaden verursachen, lassen sich daran erkennen, dass sie fast immer einem anhaltenden schmerzhaften Gefühl vorangehen. Um herauszufinden, welche automatischen Gedanken ein anhaltendes schmerzhaftes Gefühl verursachen, müssen Sie sich darüber klar werden, was Sie unmittelbar vor dem Einsetzen der Emotion gedacht hatten und welche Gedanken bei Ihnen während der Gefühlsregung aufgetreten sind.

Da automatische Gedanken oft blitzschnell auftauchen und schwer zu fassen sind, ist es sinnvoll, ein Gedankentagebuch zu führen. Notieren Sie ein unangenehmes Gefühl möglichst rasch nach seinem Auftreten und bewerten Sie seine „Schwere“ mit einer Zahl zwischen 0 und 100. Arbeites Sie mit dem Gedankentagebuch eine Wochen lang, um Ihre automatischen Gedanken (negativ) identifizieren zu können. Im nächsten Schritt können Sie dann prüfen, welche Muster in Ihren Gedankengängen zu erkennen sind.

Quelle: Auszug aus Psychologie heute compact 2010 Heft 24, Buch Gedanke und Gefühle – ein Arbeitsbuch. Matthew McKay, Martha Davis und Patrick Fanning.

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Gedanken bestimmen Gefühle – Teil 1

Gefühle regulieren unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Sie können als hilfreiche Signale verstanden und genutzt werden, um ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen dem Einzelnen und anderen zu realisieren. Sie können die Beziehungen zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft aber auch belasten oder schädigen.

Gefühle entstehen als Folge unserer Gedanken.

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Ständig schwirren Gedanken durch unseren Kopf, mit denen wir unser Tun und auch das Verhalten anderer bewerten und einordnen. Diese Gedanken sind uns meist nicht bewusst. Doch sie haben erhebliche Nebenwirkungen auf die Mitmenschen. Gedanken sind der Ausgangspunkt dafür, ob wir uns wohlfühlen oder eher belastet durchs Leben gehen. Daraus folgt: Wollen wir unsere Stimmung aufhellen, müssen wir an den Gedanken ansetzen.

Gedanken verursachen Gefühle. Vielen Emotionen geht ein Gedanke voraus, der sie verursacht, so kurz, flüchtig oder unbemerkt er auch sein mag. Dies bedeutet, dass Ereignisse an und für sich keinen emotionalen Inhalt haben. Ersi die art, wie wir ein Ereignis deuten, verursacht Emotionen. Dies wird oft als Abc-Modell der Emotionen bezeichnet.

Ein Beispiel.

A: Eregnis: Sie steigen in Ihr Auto, drehen den Zündschlüssel und nichts passiert.

B: Gedanke: Sie deuten ieses Ereignis, indem Sie sich sagen: „Oh nein! Die Batterie ist leer. das ist ja schrecklich. Ich komme nicht weg – ich werde mich verspäten.“

C: Gefühl: Sie erleben eine Emotion, die Ihren Gedanken entspricht. Im konkreten Fall fühlen Sie sich deprimiert, weil Sie zu spät kommen werden.

Wenn Sie den Gedanken verändern, verändert sich auch das Gefühl. Hätten sie gedacht: „Wahrscheinlich hat mein Sohn einmal wieder die ganze Nacht über das Licht eingeschaltet gelassen“, hätten Sie möglicherweise Wut empfunden. Hingegen hätten Sie sich nach dem Gedanken: „Ich werde noch eine Tasse Kaffee trinken, mich entspannen, auf den Pannendienst warten und mir Starthilfe geben lassen“, wahrscheinlich hächstens leicht verärgert gefühlt. Die Sequenzen „Ereignis – Gedanke – Gefühl/Empfindung“ sind die Grundbausteine der Emotionalität. Doch sind unsere Emotionen nicht immer eine Konsequenz simpler Abc-Reaktionen, an deren Anfnag jeweils ein klar definierbares Ereignis steht, dem ein Gedanke folgt, aus dem sich ein Gefühl ergibt. Häufiger sind mehrere Abc-Reaktionen zu einer Feedebackschleife verbunden. Dabei wird das am Ende der ersten Abc-Sequenz stehende Gefühl zum Initiator einer weiteren.

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Quelle: Teilweise Auszüge aus Psychologie heute compact 2010 Heft 24, Buch Gedanke und Gefühle – ein Arbeitsbuch. Matthew McKay, Martha Davis und Patrick Fanning.

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Grundreinigung – ein sauberer Start ins neue Jahr

Das neue Jahr beginnt damit, den „Schmutz“ des alten Jahres verschwinden zu lassen. Bis ins Frühjahr hinein wird eine große Grundreinigung gemacht.

Dazu gehören alle persönlichen Räumlichkeiten der Bewohner:innen sowie alle allgemeinen, gemeinsam genutzten Räume wie der Speisesaal, Saal, die Bäder und Wohnküchen, die Caféteria und die Therapieräume. Ebenso werden die Räume grundgereinigt, die die Mitarbeiter benutzen. Das sind das Dienstzimmer, die Büros, der Schlafraum der Nachtbereitschaft, der Mitarbeiterpausenraum und das Medikamentenzimmer … alles erstrahlt in frischem Glanz und Duft.

Gereinigt wird über das gesamte Jahr verteilt täglich. Zum „Frühjahrsputz“ gehören zusätzlich Dinge, die nicht täglich gereinigt werden wie das Reinigen der Fenster, Türen, Rahmen, Heizkörper und Lampen. Verloren gegangene Dinge tauchen manchmal wieder auf, haben sich hinter dem Schrank oder unter dem Bett versteckt. Betten und Matratzen werden grundgereinigt. Kleiderschränke werden neu sortiert und alles auf Vordermann gebracht, so dass mit frischer Energie ins neue Jahr gestartet werden kann.

Alle packen mit an. Es gibt spezielle Putztage, an denen die Bewohner:innen unter Anleitung und mit Unterstützung der Mitarbeiter:innen ihre eigenen Räumlichkeiten säubern. Das Reinigungsteam arbeitet jeden Tag mit Hochdruck an der Grundreinigung und die Putzgruppe unterstützt.

Pünktlich zum Frühjahr, wenn alles anfängt zu blühen, es heller und bunter wird, die Vögel anfangen, zu zwitschern, wird noch einmal alles frisch durchgewischt und der Frühjahrsputz für beendet erklärt. Es kann mit neuer Energie durchgestartet werden.

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Silvester – Jahreswechsel in den Einrichtungen

Die Zeit „zwischen den Jahren“ … besinnlich und ruhig – bevor es mit Pauken und Trompeten an Silvester ins neue Jahr geht.

Die Woche nach Weihnachten wird für Spaziergänge, Gespräche, gemeinsames Filmeschauen und andere gemeinsame Aktivitäten genutzt … Luft holen bevor ein neues Jahr startet. Mitarbeiter:innen bereiten das neue Jahr vor, überprüfen die Dokumentation, legen diese neu an und überarbeiten Pläne. Letzte Vorbereitungen für die Silvesterparty werden getroffen.

Silvester wird gefeiert! Meistens beginnt die Feier am Nachmittag. Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen schmücken die Caféteria, Feuerkörbe werden draußen aufgebaut und alle stimmen sich auf den Jahreswechsel ein. Die Feier läuft jedes Jahr anders ab, je nachdem, wer an der Planung beteiligt ist. Häufig gibt es nachmittags Krapfen und alkoholfreien Punsch, abends alkoholfreie Cocktails, Snacks, Musik, Tanz – entweder in der Caféteria oder davor am Feuer. Manchmal gibt es Glückskekse und Spiele. Geschichten aus dem Jahr werden erzählt – was ist eigentlich alles passiert? Was war besonders toll? Worauf hätte gern verzichtet werden können? Was wurde besonders gut gemeistert und was sollte lieber anders laufen? Welche Wünsche gibt es für das neue Jahr? Manchmal gibt es ein kleines Feuerwerk und manchmal reichen Wunderkerzen.

Gemeinsam wird das alte Jahr verabschiedet und das neue Jahr begrüßt. Im neuen Jahr wird der 1. Januar genutzt, um ein letztes Mal Luft zu holen und dann neu durchzustarten.

Mal sehen, was das neue Jahr dieses Mal bringt.

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Weihnachten in den Einrichtungen

Wie wird eigentlich Weihnachten in den Einrichtungen verbracht? Über die größte bisherige Tradition haben wir bereits berichtet. Heute berichten wir über weitere Traditionen der Einrichtungen, die es bis heute gibt und hoffentlich noch lange geben wird.

Am Nikolaustag gibt es das gemeinsame Bratapfelessen. Vormittags werden die Bratäpfel von Mitarbeiter:innen und Bewohner:innen frisch vorbereitet und am Nachmittag in den Ofen geschoben. Ein wunderbarer Duft breitet sich im haupthaus aus. Bei alkoholfreiem Punsch, Kakao, Tee oder Kaffee werden die Leckereien am Nachmittag frisch aus dem Ofen gegessen.

Im Laufe des Dezembers wird der Weihnachtsbaum geschmückt. Manchmal im Rahmen der Ergotherapie, manchmal am Nachmittag als Extraangebot oder als Aktivität auf der Weihnachtsfeier für die Bewohner:innen. Diese gibt es meistens kurz vor Heiligabend. Gemeinsam wird gesungen, kleine Leckereien werden genossen, es gibt ein wunderbares Abendessen. Alles ist weihnachtlich dekoriert. Zwischen Gesang und Abendessen geht es in die Kirche zu einem gemeinsamen Gottesdienst.

Wer Heiligabend nicht bei seiner Familie ist, kann einen familiären Heiligen Abend in den Einrichtungen verbringen. Ganz traditionell liegen die Geschenke unter dem geschmückten Weihnachtsbaum. Jede:r Bewohner:in bekommt ein individuelles Weihnachtsgeschenk, persönlich von dem oder der Bezugsbetreuer:in ausgesucht. Vor der Bescherung wird gemeinsam gespielt, gesungen und weihnachtliche Stimmung verbreitet. Auch an diesem Tag gibt es allerlei Leckereien.

Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag wird die besinnliche, ruhige Stimmung genossen und bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken beisammen gesessen. mit etwas Glück schneit es und die herrliche Landschaft kann bei einem Schneespaziergang bewundert werden.

Weihnachten kann kommen.

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Traditionen zur Weihnachtszeit

Wie bereits im letzten Blog beschrieben, sind die Einrichtungen für einige der Bewohner:innen ein Zuhause. Zu diesem Gefühl gehören auch Traditionen. Vor allem zur Weihnachtszeit sind diese Traditionen sehr wichtig, da Weihnachten nicht nur positive Gefühle hervorrufen kann. Um die Weihnachtszeit so schön wie möglich zu gestalten, schaffen wir gemeinsame Rituale.

In den Jahren 2004 bis 2017 veranstalteten die Einrichtungen regelmäßig am Freitag vor dem 1. Advent einen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Mohmühle. Anfangs etwas kleiner, entwickelte sich der Weihnachtsmarkt jedes Jahr weiter zu einem festen Bestandteil der Weihnachtstraditionen in der Wedemark. Manches Blieb, manches wurde ausgetauscht und angepasst. Zunächst fand der Weihnachtsmarkt jedes Jahr statt, später alle 2 Jahre. Den vorerst letzten Weihnachtsmarkt gab es 2017.

Alle Mitarbeiter:innen und Bewohner:innen packten mit an. Alle haben das gesamte Jahr in den Therapien und Arbeitsgruppen darauf hingearbeitet, um dieses Highlight zu etwas Großem zu machen. Produkte aus Holz, Ton, eigener Schafswolle, Papier und anderen Materialien wurden hergestellt, Kränze wurden gebunden, Gestecke erschaffen, Kekse gebacken, Champignonpfanne und Bratwurstbude ließen das Gelände duften, Gebäck, Kakao und alkoholfreier Punsch wärmten von innen, alles wurde weihnachtlich beleuchtet. Der selbst gesteckte Fackelweg leuchtete den Weg zum Weihnachtsmarkt und zum abendlichen Highlight – der lebendigen Krippe. Eine Darstellung des Krippenspiels von den Bewohner:innen der Einrichtungen. Gemeinsam am Feuer wurde dabei „Stern über Bethlehem“ gesungen – ein wunderbares Einläuten der Weihnachtszeit.

Wir dürfen gespannt bleiben, ob es nochmal einen Weihnachtsmarkt geben wird.

Zusätzlich zu dieser Tradition gibt und gab es noch weitere Traditionen, über die wir ein anderes Mal berichten.

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Die Dekoration – „stilvolle“ Therapie

Die Einrichtungen für psychisch Genesende sind für die meisten der Bewohner:innen mehr als nur eine therapeutische Einrichtung. Für viele ist es auch ihr Zuhause. Was macht ein Zuhause aus? Richtig! Um uns rundum wohl und zuhause zu fühlen, richten wir es uns gemütlich ein und sorgen für die passende Dekoration.

Aus diesem Grund gibt es in den Einrichtungen die Dekogruppe, die momentan in die die Ergotherapie eingebunden ist. Die Gruppe wird von einer Ergotherapeutin geleitet. Mehrere Bewohner:innen sammeln Ideen und Materialien zu den unterschiedlichen Themen wie Jahreszeiten, Jubiläen, Festen und religiösen Anlässen wie z. B. Ostern, Weihnachten, Silvester oder das 25jährige Jubiläum im letzten Jahr und gestalten die entsprechende Dekoration.

Im Augenblick wird alles weihnachtlich dekoriert.

Die Dekogruppe ist vorwiegend für die Gestaltung der gemeinsam genutzten Innenräume wie Speisesaal, Foyer oder Caféteria zuständig. Die Gestaltung des Außengeländes liegt in den Händen der Bau- und Hofgruppe.

Als es noch den jährlich stattfindenden Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Mohmühle gab, war die Dekogruppe auch für die Herstellung der Gestecke und Adventskränze zuständig.

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Ergotherapie in den Einrichtungen

Die Ergotherapie (von altgriechisch ἔργον érgon, deutsch ‚Werk‘, ‚Arbeit‘, und von „Therapie“ von θεραπεία therapeía, deutsch ‚Dienst‘, ‚Behandlung‘) ist eine Therapieform, die sich mit der Ausführung konkreter Betätigungen und deren Auswirkungen auf den Menschen und dessen Umwelt befasst. Beeinträchtigungen werden durch den gezielten Einsatz individuell sinnvoller Arbeit behandelt. Dabei nehmen die persönliche und sozio-kulturelle Bedeutung der Tätigkeit, deren Auswirkungen auf die Gesundheit und deren Wechselwirkungen mit der Umwelt einen hohen Stellenwert ein. 

Der Deutsche Verband der Ergotherapeuten (DVE) definiert die Ergotherapie folgendermaßen: 

„Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jedes Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.“ 

Ergotherapie in der Psychiatrie bietet Menschen aller Altersstufen – die zum Beispiel unter Suchterkrankungen, psychotischem Erleben, neurotischen oder psychosomatischen Störungen leiden – die Möglichkeit, ihre eigenen kreativen Potenziale (wieder-)zu entdecken und durch die Erkrankung verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen. Zu den Krankheitsbildern, mit denen Ergotherapeuten in der Psychiatrie zu tun haben, gehören psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter, Angststörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Depressionen, Schizophrenien, Essstörungen, affektive Störungen, dementielle Syndrome, Störungen bei Alkohol-, Drogen- und Medikamentensucht oder das hirnorganische Psychosyndrom. 

Die grundsätzlichen Ziele der Ergotherapie in der Psychiatrie sind die Entwicklung, Verbesserung und der Erhalt von 

  • psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbstständigkeit in der Tagesstrukturierung 
  • Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung 
  • situationsgerechtem Verhalten, sozioemotionalen Kompetenzen und Interaktionsfähigkeit 
  • Realitätsbezogenheit von Selbst- und Fremdwahrnehmung 
  • psychischer Stabilität und Selbstvertrauen 
  • eigenständiger Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit

Für unsere Einrichtungen für psychisch Genesende bedeutet das konkret, dass es vor dem Beginn der Teilnahme an der klassischen Ergotherapie ein Anamnesegespräch über vorhandene Fähigkeiten, Wünsche und die Biografie des Klienten gibt, so dass dann gemeinsam mit den Therapeut:innen und Klient:innen Ziele festgelegt werden können. Die Therapeut:innen erarbeiten in der Folge einen Behandlungsplan, in dem passend zu den Zielen Tätigkeiten, Materialien und Therapiemethoden (funktionsorientiert, kompetenzzentriert, ausdruckszentriert, interaktionell) festgelegt werden. Diese Ziele werden regelmäßig überprüft, angepasst, überarbeitet und die Arbeit daran dokumentiert.  

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